header

Profil des Insituts

Institut für Klinische Pharmakologie

Das Institut für Klinische Pharmakologie versteht sich in pharmakotherapeutischen Fragen als Bindeglied zwischen der täglichen Patientenbetreuung und universitärer und industrieller Forschung. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt entsprechend unserer langjährigen Erfahrungen und Expertisen auf dem Gebiet der antimikrobiellen Chemotherapeutika sowie ihrer Anwendung und Elimination während extrakorporaler Organersatzverfahren, welches ein integraler Bestandteil des Forschungsschwerpunktes unserer Universität: „Transplantationsmedizin, künstlicher Organersatz und Biomaterialien“ bildet. Unsere Tätigkeitsbereiche umfassen somit sowohl die individuelle Patientenbetreuung gemeinsam mit den Kollegen der verschiedenen Kliniken (Therapeutisches Drug Monitoring) als auch die Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien und Anwendungsbeobachtungen sowie die Grundlagenforschung. Durch die Etablierung eines Pharmakovigilanzzentrums konnte die Zusammenarabeit mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten weiter intensiviert werden.

Das Team:

  • 3 Facharzt/In
  • 2 Naturwissenschaftler
  • 1 Dipl.-Ing.
  • 2 MTA
  • 1 Laborantin
  • 1 Sekretärin

Ressourcen:

  • Engagiertes und qualifiziertes Mitarbeiterteam
  • Enge Beziehungen zu den Rostocker Klinika und Transplantationszentren, daher Zugriff auf alle stationären Patienten des Rostocker Versorgungsgebietes
  • Zahlreiche etablierte Kontakte zu niedergelassenen Kollegen
  • Hochmoderne und effiziente Analytik, die flexibel auf neue Anforderungen reagieren kann (HPLC-Labor, Atomabsorbtionsspektroskopie, Finnigan TSQ 7000 Tandem Massenspektrometer)
  • Direkter Zugriff auf Fachdatenbanken, das wissenschaftliche Know-how und die apparative Ausstattung einer universitären Hochleistungsmedizin
  • Probandenstation und umfangreiches Probandenkollektiv für Phase I und Bioäquivalenzstudien, Kooperation mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie mit der Industrie
  • Standortvorteil: Universitätsstadt mit dem entsprechenden potentiellen studentischen Probandenkollektiv und den Kooperationsmöglichkeiten mit universitären Einrichtungen (Universitätsbibliothek, Biometrie und Statistik, Juristische und Naturwissenschaftliche Fakultät, Rechenzentrum, Graphiklabor, Audiovisuelles Medienzentrum) in unmittelbarer Nähe zu Biotechnologieregionen (Medicon-Valley, Bio-con Valley) und zu Industriezentren (Hamburg 110 km, Berlin 200 km) und einer ausgebauten Verkehrsstruktur (Autobahnen A19 und A20, Fährverbindung, Flughafen Rostock-Laage) als Knotenpunkt für den Ostseeraum

Forschungsschwerpunkte

  • Pharmakokinetik von Chemotherapeutika in speziellen Kompartimenten (z.B. Pankreas, Augenkammer, Diabetischer Fuß, Liquor, Lunge, Leukozyten)
  • Elimination von Chemotherapeutika durch extrakorporale Detoxifikationsverfahren
  • Freisetzung von Antibiotika aus implantierbaren Kunstorganen (Kooperation mit dem Zentrum für Biomaterialien)
  • Pharmakokinetisch basiertes TDM von Immunsuppressíva
  • Untersuchungen zur Albumindialyse als Leberunterstützungssystem und zur Albumin-Bindungskapazität (ABiC)
  • Erfassung und Bewertung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen
  • Phytopharmaka: Interaktionen, Bioäquivalenz, Bioverfügbarkeit

Angebote für Kliniken, niedergelassene Kollegen und die Industrie:

  • Betreuung und Durchführung klinischer Studien vom ersten Design bis zum wissenschaftlichen Abschlußbericht sowie Studienkoordination und Monitoring – in Zusammenarbeit mit anderen universitären Einrichtungen und als Ansprechpartner für industrielle Auftragsforschung
  • Thematische Weiter- und Fortbildung (in pharmakotherapeutischen und studienrelevanten Fragen)

Aus-/Weiterbildungseinrichtung:

  • Ausbildung von Studenten der Human- und Zahnmedizin
  • Ausbildung von Medizinischen Biotechnologen
  • Weiterbildung zum Facharzt für Klinische Pharmakologie
  • Teilnahme an den klinischen Weiterbildungsvisiten der Kliniken für Innere Medizin und Chirurgie

Wissenschaftliche Veranstaltungen:

  • Rostocker Antiinfektivatage (vormals Antibiotikatage, seit 1995)
  • Chirurgisch-Infektiologische Symposien (seit 1997)
  • 5. Jahreskongress für Klinische Pharmakologie 2003 (gemeinsam mit den Tagungen der GKPharm, DGPharMed, AGAH und Sektion Klinische Pharmakologie der DGPT)
  • Pharmakovigilanz-Seminar (seit 2006)
  • TDM-Symposium (seit 2002)

Wissenschaftliche Zusammenarbeit:

Besondere Kooperationsmöglichkeiten stellt die Anbindung an das 1000-Betten-Klinikum der Universität Rostock dar. Auf diesem Wege eröffnet sich eine breite Basis an interdisziplinärer Zusammenarbeit, die insbesondere auch die sonst seltener in der Zusammenarbeit mit der Klinischen Pharmakologie vertretenen Fächer (u.a. Chirurgie, Pädiatrie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund- Kiefer-,Gesichts- und Plastische Chirurgie, Gynäkologie, Ophthalmologie, Intensivtherapie) und Patienten verschiedenster Erkrankungen umfaßt (u.a. Empfänger von Leber-, Nieren-, Pankreas-Transplantaten, Patienten mit schweren Infektionen, nephrologische Patienten). Außerdem nehmen Ärzte unserer Einrichtung regelmäßig an Visiten und Konsultationen im Klinikum teil. Hieraus ergibt sich auch das klinisch-pharmakologische Hauptfeld unserer Tätigkeit, das zugleich auch Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock ist, die Pharmakotherapie mit Immunsuppressiva und Antiinfektiva (Antibiotika, Antimykotika, Virostatika).

Darüber hinaus ist die Klinische Pharmakologie der Universität Rostock mit anderen, auch wissenschaftlichen und klinischen Einrichtungen assoziiert, z. B.